Begriffserklärungen (Lumen, Kelvin, Candela, IP-Zertifizierung, Schutzklassen)

Die Beleuchtung aus Sicht der Elektrotechnik

Beleuchtungsmittel haben heutzutage mehr als einen praktischen Zweck. Der technische Aspekt findet nicht selten zu wenig Beachtung. Eine Erläuterung zu den wichtigsten Basisbegriffen finden Sie hier.

Um den Aufbau und die Funktion einer Lampe zu verstehen, ist es wichtig, über Basiswissen aus Physik und Elektrotechnik zu verfügen. An die Herstellung von Leuchtmitteln sind bestimmte Schutzbedingungen geknüpft. Insbesondere für industrielle Zwecke sind die Auflagen klar reglementiert. Einige Leuchtmittel verfügen über toxische Inhaltstoffe. Zum Schutz von Mensch und Umwelt vor eventuellen Emissionen muss das Gehäuse entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Die Einteilung in sogenannte Schutzklassen und IP-Zertifizierungen bestimmt den Einsatzbereich.

Die daran geknüpften Auflagen definieren Vorschriften für die Widerstandsfähigkeit gegen das Eindringen von Fremdkörpern. Das beinhaltet sowohl Wasser als auch Staub. Innenleuchten für den privaten Gebrauch haben standardmäßig die IP-Zertifizierung 20. Diese Klassifizierung umschreibt den Schutz vor dem Eindringen von Fremdkörpern mit einem Durchmesser von 12,5 Millimetern. Die höchste Schutzklasse lautet IP6x. Sie verhindert das Eindringen von kleinsten Staubpartikeln und gewährleistet eine vollständige Abdichtung bei Unterdruck. Die Verwendung beschränkt sich auf industrielle Einsätze.

Kelvin: Die Maßeinheit für die Farbtemperatur

Für die Planung der Beleuchtung im eigenen Heim ist es essenziell wichtig zu wissen, welche Lichtfarbe zu wählen ist. Kelvin ist die Maßeinheit zur Bestimmung der Farbtemperatur. Dabei gibt es drei unterschiedliche Lichtfarben:

•     Warmweiß – steht für gemütliches Licht und liegt bei 2.000 bis 3.300 Kelvin

•     Neutralweiß – typischerweise in Büros eingesetzt mit einem Wert von 3.300 bis 5.300 Kelvin

•     Tageslichtweiß – geeignet zur Beleuchtung von Geschäften oder Fabrikhallen mit einem

      Wert ab 5.300 Kelvin

Candela definiert die Lichtstärke

Damit es einer Lichtquelle möglich ist, das Licht in bestimmte Richtungen zu strahlen, bedarf es an Energie. Diese Energie ist die Maßeinheit für Lichtstärke und trägt den Begriff Candela. Candela gibt Auskunft über die Bündelung der Lichtquelle. Es bestimmt, wie stark sich der Lichtstrom auf einen Raumwinkel konzentriert. In Zusammenhang damit steht die Bezeichnung Lumen. Sie beschreibt die Helligkeit einer Lampe und den Strahlungswinkel in alle Richtungen. Beispielsweise hat eine gewöhnliche Glühbirne 40 Watt, was im Schnitt 400 Lumen entspricht. Die Hersteller sind bemüht, maximales Lumen aus einem Watt zu erzeugen.

Hinterlasse eine Antwort
forhouse Newsletter:
forhouse-Wiki
© 2016 forhouse.de